Erläuterung zur "Ampel"

Ondansetron

Produktnamen:
  • Axisetron ®
  • Cellondan ®
  • Zofran ®
  • und Generika

Ondansetron

Erläuterung zur "Ampel"

Ondansetron

Produktnamen:
  • Axisetron ®
  • Cellondan ®
  • Zofran ®
  • und Generika

Ondansetron ist ein hochselektiver, kompetitiver 5-HT3-Rezeptor-Antagonist, der die Wirkung von 5-Hydroxytryptamin am Rezeptor in der Area postrema und im Dünndarm hemmt. Ondansetron ist plazentagängig, ein Übergang auf den Feten konnte im 1. Trimenon nachgewiesen werden.

Indikation: Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie, Off-label bei Hyperemesis gravidarum.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: SEHR HOCH

1. Trimenon: Rund 3000 ausgewertete Schwangerschaften zeigten nach Einnahme mit Ondansetron im 1. Trimenon weder ein erhöhtes Spontanabortrisiko noch eine erhöhte Gesamtfehlbildungsrate. Die meisten Daten stammen aus Registerstudien aus Dänemark und Schweden. Ein gering erhöhtes Risiko für Ventrikelseptum-Defekte wird diskutiert, wenn in der sensiblen Phase behandelt wird.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Die Erfahrungen zur Exposition im 2. und 3. Trimenon sprechen gegen ein erhöhtes Risiko für Totgeburten, Frühgeburten oder ein verringertes Geburtsgewicht.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Ondansetron kann bei Versagen besser untersuchter Antiemetika und schwerer Symptomatik eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Keine

Besser erprobte Alternativen: Meclozin, ggf. auch Dimenhydrinat, Doxylamin.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 3-4 h; Proteinbindung: 70-76%; molare Masse: 356,9; orale Bioverfügbarkeit: 60%. 

Klinik: Zur Stillzeit liegen keine dokumentierten Erfahrungen beim Menschen vor. Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften wird insgesamt von geringem Übergang in die Muttermilch ausgegangen.  

Empfehlung: Antiemetika der Wahl für die Stillzeit sind Meclozin oder Dimenhydrinat. Sind Einzelgaben von Ondansetron erforderlich, kann weiter gestillt werden, auf Symptome beim Säugling sollte geachtet werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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Die Beratung ist kostenlos.