Erläuterung zur "Ampel"

Noscapin

Produktnamen:
  • Capval ®
  •  

Noscapin

Erläuterung zur "Ampel"

Noscapin

Produktnamen:
  • Capval ®
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Noscapin ist ein Hauptalkaloid des Opiums. Es wirkt antitussiv, aber nicht schmerzstillend, wobei die Wirkung etwas schwächer ausgeprägt ist als beim Codein. Im Gegensatz zu Morphin wirkt Noscapin schwach atemanregend und bronchodilatatorisch. Noscapin werden mutagene Eigenschaften (Spindelgift) zugeschrieben.

Indikation: Bei unproduktivem Reizhusten.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINER 

1. Trimenon: Es gibt keine dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung von Noscapin in der Frühschwangerschaft.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Es ist nicht bekannt, ob Noscapin fetotoxisch ist.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Aufgrund theoretischer Erwägungen sollte Noscapin (potenzielle Mutagenität) in der Schwangerschaft gemieden werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Anwendung im ersten Trimenon sollte zur Bestätigung der normalen Organentwicklung des Fetus eine Ultraschall-Feindiagnostik durchgeführt werden. Es besteht keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch oder invasive Diagnostik.

Besser erprobte Alternativen: Bei hartnäckigem, quälendem Reizhusten kurzzeitig Codein oder Dextromethorphan.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 4,5 h; molare Masse: 413; orale Bioverfügbarkeit: gut. 

Klinik: Symptome beim gestillten Säugling sind bisher nicht beschrieben worden, systematische Daten fehlen jedoch.  

Empfehlung:  Noscapin ist für die Anwendung in der Stillzeit zugelassen, erscheint aber aufgrund der unterstellten mutagenen Eigenschaften nicht als ideales Antitussivum. Bei unproduktivem Reizhusten ist die kurzzeitige Einnahme von Noscapin vertretbar und erfordert keine Einschränkung des Stillens. Dextromethorphan oder Codein in antitussiver Dosierung können alternativ verwendet werden. Auch diese sollten nur bei quälendem Reizhusten und nur für kurze Zeit (zwei bis drei Tage) verwendet werden. Bei Kindern mit Apnoeneigung ist Vorsicht geboten, da eine atemdepressive Wirkung nicht ausgeschlossen werden kann. 

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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