Erläuterung zur "Ampel"

Naratriptan

Produktnamen:
  • Formigran ®
  • Naramig ®
  •  

Naratriptan

Erläuterung zur "Ampel"

Naratriptan

Produktnamen:
  • Formigran ®
  • Naramig ®
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Naratriptan wirkt bei akuten Migräne-Attacken über eine Vasokonstriktion. Es gehört zu den Triptan-Serotonin-Agonisten.

Indikation: Zur Behandlung der akuten Migräne-Kopfschmerzen, mit oder ohne Aura; nicht zur medikamentösen Migräneprophylaxe.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Bei etwa 50 in einem Hersteller-Register dokumentierten Schwangerschaftsverläufen ergab sich bisher kein Hinweis auf eine erhöhte Fehlbildungsrate oder ein spezifisches Fehlbildungsmuster.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Zur Anwendung im 2. und 3. Trimenon sowie perinatal gibt es nur wenige Erfahrungen. Diskutiert wird, ob der vasokonstriktive Effekt der Triptane Frühgeburtlichkeit und vermindertes Geburtsgewicht begünstigt.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Ist ein Triptan indiziert, sollte das für die Schwangerschaft besser untersuchte Sumatriptan bevorzugt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Anwendung von Naratriptan in der Frühschwangerschaft sollte zur Bestätigung der normalen Organentwicklung des Fetus eine Ultraschallfeindiagnostik durchgeführt werden.

Besser erprobte Alternativen: Wirken bei Migräne Paracetamol (in Kombination mit Coffein und/oder Codein) oder bis Woche 30 Ibuprofen unzureichend, sollte zunächst das besser untersuchte Sumatriptan versucht werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 6 h; Proteinbindung: 29%; molare Masse: 372; orale Bioverfügbarkeit: 74%. Details zum Übergang in die Muttermilch liegen nicht vor.

Klinik: Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit liegen nicht vor, Unverträglichkeiten beim gestillten Säugling sind aufgrund der üblichen Einzeldosen aber kaum zu erwarten.

Empfehlung: Wirken bei Migräne Ibuprofen oder Paracetamol (ggf. in Kombination mit Coffein und/oder Codein) unzureichend, sollte das besser untersuchte Sumatriptan versucht werden. Eine Einzeldosis von Naratriptan erfordert jedoch keine Einschränkung des Stillens.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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