Erläuterung zur "Ampel"

Levofloxacin

Produktnamen:
  • Oftaquix ®
  • Tavanic ®
  • und Generika

Levofloxacin

Erläuterung zur "Ampel"

Levofloxacin

Produktnamen:
  • Oftaquix ®
  • Tavanic ®
  • und Generika

Levofloxacin gehört zu den Gyrasehemmern. Die bakterizide Wirkung dieser Antibiotika beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Topoisomerasen, auch Gyrasen genannt. Diese Enzyme werden von den Bakterien für ihre Nukleinsäure-Synthese benötigt. Levofloxacin ist das linksdrehende Enatiomer des Racemats Ofloxacin. Es kann oral, intravenös oder lokal angewendet werden. Levofloxacin ist plazentagängig, wobei etwa 16% der mütterlichen Serumspiegel in der Amnionflüssigkeit gemessen wurden.

Indikation: Bakterielle Infektionen

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: Mehrere Veröffentlichungen zu Gyrasehemmern mit über 1000 exponierten Schwangeren, wiesen kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach. Knorpelschäden, wie im Tierversuch bei jungen Hunden nach postpartaler Behandlung mit Gyrasehemmern gesehen, wurden bei intrauterin exponierten Kindern nicht beobachtet. Die meisten Erfahrungen liegen zu Ciprofloxacin und Norfloxacin vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Levofloxacin ist ein Reservemittel in der Schwangerschaft. Es sollte nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen eingesetzt werden. Eine lokale Anwendung ist akzeptabel.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:  Eine weiterführende Ultraschalluntersuchung kann nach Exposition während der Organogenese angeboten werden.

Besser erprobte Alternativen: Penicilline, Cephalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Falls ein Gyrasehemmer zwingend erforderlich ist, sollten möglichst für die Schwangerschaft besser untersuchte Gyrasehemmer, z.B. Norfloxacin oder Ciprofloxacin, bevorzugt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 6-8 h; Proteinbindung: 30-40%; molare Masse: 361; M/P-Quotient: >1; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik: Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Insbesondere gibt es keine Knorpelschäden bei Säuglingen, deren Mütter unter Gyrasehemmstoffen gestillt haben. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen.

Empfehlung: Penicilline, Cephalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Falls es das Keimspektrum erfordert, kann auch unter Gyrasehemmern gestillt werden. Da Ciprofloxacin aus dieser Gruppe am besten für die Stillzeit erprobt ist, sollte es möglichst bevorzugt werden.

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