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Erläuterung zur "Ampel"

Latanoprost

Produktnamen:

  • Xalatan ®
  •  

Latanoprost ist ein Prostaglandinanalogon, das lokal am Auge eingesetzt wird und den Augeninnendruck durch eine Verbesserung des uveoskleralen Kammerwasserabflusses senkt.

Indikation: Glaukom

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon:  Die bisherigen Erfahrungen sind begrenzt und beschränken sich auf eine Studie mit 10 Schwangeren, wenige Einzelfallberichte sowie eigene Erfahrungen mit zurzeit 35 prospektiv erfassten und nachverfolgten Schwangerschaften. Hinweise auf ein eventuelles teratogenes Risiko bestehen bisher nicht.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Eine systemische Wirkung von lokal angewendeten Augentropfen ist prinzipiell möglich. Prostaglandine können den Uterustonus erhöhen und eine Minderperfusion des Fetus verursachen. Jedoch bestehen zurzeit keine Hinweise auf ein fetotoxisches Risiko durch die lokale ordnungsgemäße Anwendung von prostaglandinhaltigen Augentropfen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Aufgrund der möglichen Wirkung auf den Uterus sollten Prostaglandine zurückhaltend eingesetzt werden. Falls Latanoprost zur Behandlung eines Glaukoms erforderlich ist und die besser erprobten Alternativen nicht ausreichend wirken oder aus anderen Gründen nicht infrage kommen, darf es auch in der Schwangerschaft angewendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Keine, die normale Entwicklung des Feten könnte durch eine Ultraschallfeindiagnostik bestätigt werden.

Besser erprobte Alternativen: Timolol, Dorzolamid bzw. Brinzolamid, siehe auch Glaukom.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 17 min; molare Masse: 432.

Klinik: Systematische Untersuchungen zur Stillzeit liegen nicht vor. Über Symptome bei gestillten Säuglingen wurde bisher nicht berichtet. 

Empfehlung: Falls Latanoprost zur Therapie eines Glaukoms erforderlich ist, kann unter Beobachtung des Säuglings weiter gestillt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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