Wirkstoffe
Auswahlliste
Lansoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer, der den terminalen Schritt der Magensäureproduktion durch Blockierung der H+/K+-ATPase-Aktivität der Belegzellen des Magens hemmt.
Indikation: Refluxösophagitis, Ulcus duodeni und ventriculi, Ulcusrezidivprophylaxe.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: MITTEL
1. Trimenon: In ca. 80 Schwangerschaften hauptsächlich aus einer Studie (ENTIS) und mehreren Einzelfallberichten ergaben sich keine nennenswerten Hinnweise auf ein teratogenes Risiko. Jedoch sind die Erfahrungen mit Lansoprazol im 1. Trimenon immer noch begrenzt.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Fetotoxische Effekte wurden bisher nicht beschrieben.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Aufgrund der begrenzten Erfahrungen sollte bei einer Refluxösophagitis ein besser untersuchter Protonenpumpenhemmer, z.B. Omeprazol bevorzugt werden. Bei anderen Indikationen sollte ein Protonenpumpenhemmer nur dann eingesetzt werden, wenn Antacida und H2-Rezeptorantagonisten nicht wirksam sind.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine
Besser erprobte Alternativen: Omeprazol gehört zu den Mitteln der Wahl zur Therapie einer Refluxösophagitis in der Schwangerschaft. Ranitidin gehört zu den H2-Rezeptorantagonisten der Wahl in der Schwangerschaft.
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 1-2 h; Proteinbindung: 97%; molare Masse: 369; orale Bioverfügbarkeit: 80-90%.
Klinik: Dokumentierte Erfahrungen zur Stillzeit liegen nicht vor, jedoch wird aufgrund der hohen Plasmaeiweißbindung und der geringen oralen Verfügbarkeit bei Aufnahme zusammen mit Muttermilch nicht mit einem nennenswerten Risiko gerechnet.
Empfehlung: Falls eine Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer erforderlich ist, sollten Omeprazol oder Pantoprazol aufgrund der größeren Erfahrung bevorzugt werden.
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