Erläuterung zur "Ampel"

Ipratropiumbromid

Produktnamen:
  • Atrovent ®
  • Itrop ®
  •  

Ipratropiumbromid

Erläuterung zur "Ampel"

Ipratropiumbromid

Produktnamen:
  • Atrovent ®
  • Itrop ®
  •  

Ipratropiumbromid ist ein kurz wirksamer Muskarinrezeptor-Antagonist (SAMA). Durch seine anticholinergen Effekte schirmt er die Bronchien gegen bronchospastische Einflüsse ab. Die therapeutische Wirksamkeit wird durch lokale Wirkung auf die Atemwege hervorgerufen. Zugeführt wird Ipratropiumbromid via Inhalation. 

Indikation: Zur Verhütung und Behandlung von Atemnot bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und bei leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Obwohl nur wenige Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen existieren, gibt es nach längerer Markterfahrung und auch tierexperimentell keine Hinweise auf teratogene Effekte.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Fetotoxische Effekte sind nicht bekannt.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Ipratropiumbromid darf in der Schwangerschaft leitliniengerecht zur Asthmakontrolle verwendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Keine aus der Gruppe der Anticholinergika. Therapie der 1. Wahl sind leitliniengerecht kurz wirksame ß2 –Sympathomimetika. Siehe auch Therapie-Empfehlungen des Stufenplans nach Asthmaschweregrad.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2-4 h; Proteinbindung: bis 9%; MW: 412; orale Bioverfügbarkeit: bei Inhalation 7-28 %.  

Klinik: Daten zum Übergang in die Muttermilch liegen nicht vor. Da jedoch nur geringe mütterliche Serumkonzentrationen erreicht werden, kann der Muttermilchanteil vernachlässigt werden.

Empfehlung: Wenn Ipratropiumbromid indiziert ist, darf darunter uneingeschränkt gestillt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

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Die Beratung ist kostenlos.