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A(H1N1)-Influenza
Synomyme oder assoziierte
Erkrankungen:
- A(H1N1)-Influenza
- Grippe
- H1N1-Influenza
- Influenza
- Schweinegrippe
Die Schwangerschaft stellt einen Risikofaktor für erhöhte influenzabedingte Komplikationen sowie für die Häufigkeit und Zeitdauer einer Hospitalisierung wegen respiratorischer Infektionen dar. Dies gilt sowohl für die saisonale als auch für die pandemische Influenza. Das erhöhte Erkrankungs- und Komplikationsrisiko hängt vermutlich mit verschiedenen physiologischen und immunologischen Veränderungen während einer Schwangerschaft zusammen. So findet beispielsweise eine Verlagerung von zellvermittelter hin zu humoraler Immunität statt. Diese Veränderung kann schwangere Frauen für virale Pathogene wie das Influenzavirus möglicherweise empfänglicher machen. Das Auftreten einer Virämie beim Fetus bei einer Influenzavirusinfektion der Mutter konnte bisher nur sehr selten nachgewiesen werden. Für die Neue Influenza A (H1N1) liegen hierzu noch keine ausreichenden Daten vor.
Bisher gibt es in Deutschland keine Hinweise auf einen besonders aggressiven Verlauf der Influenza A (H1N1). Im Vergleich dazu fordert die jährliche „normale“ Grippewelle nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts im Durchschnitt bis zu 15.000 Todesfälle - überwiegend bei älteren Patienten und solchen mit erheblichen Vorerkrankungen. Prophylaktisch werden derzeit vor allem hygienische Maßnahmen, wie ausreichendes Händewaschen und Kontaktvermeidung mit offensichtlich erkrankten Menschen empfohlen. Dies gilt selbstverständlich auch für Schwangere. Bei einer Infektion in der Schwangerschaft mit der „normalen“ saisonalen Grippe - und analog vermutlich auch bei der Influenza A (H1N1) - wird eine Schädigung des Feten durch den Virus nicht angenommen.
Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft
Da lang anhaltendes hohes Fieber - über 24 h anhaltend und über 39 Grad - möglicherweise das Risiko für Entwicklungsstörungen beim Ungeborenen erhöhen kann, sollte entsprechend hohes Fieber z.B. mit Paracetamol gesenkt werden. Nach bisherigem Kenntnisstand ist das neue Influenzavirus A (H1N1) empfindlich gegen die antiviralen Medikamente Oseltamivir und Zanamivir. Die Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft erlauben für beide Medikamente noch keine genaue Bewertung ihrer Sicherheit, daher ist ein unkritischer „prophylaktischer“ Gebrauch nicht zu empfehlen. Bei tatsächlich vorliegender Behandlungsindikation erscheint jedoch die Anwendung von Oseltamivir oder Zanamivir in der Schwangerschaft akzeptabel. In der Stillzeit ist der Übergang von Oseltamivir in die Muttermilch nach bisherigen Erfahrungen sehr gering, zu Zanamivir liegen noch keine Daten vor. Eine Stillpause ist nicht erforderlich.
Zur Impfung siehe hier.
Mittel der Wahl
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