Erläuterung zur "Ampel"

Flupirtin

Produktnamen:
  • Dolokadin ®
  • Katadolon ®
  • Trancolong ®
  • Trancopal ®
  •  

Flupirtin

Erläuterung zur "Ampel"

Flupirtin

Produktnamen:
  • Dolokadin ®
  • Katadolon ®
  • Trancolong ®
  • Trancopal ®
  •  

Flupirtin ist ein zentral wirkendes, zusätzlich muskelrelaxierendes, nicht opioides Analgetikum. Es bewirkt an seinem spinalen Angriffspunkt durch Aktivierung von Kaliumkanälen der Nervenzellen eine Hemmung der Weiterleitung von nozizeptiven Impulsen.  

Indikation: Behandlung akuter und chronischer Schmerzen wie Muskelverspannungen, Spannungskopfschmerz, Tumorschmerzen sowie Schmerzen nach Operationen und Verletzungen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Über embryotoxische oder teratogene Effekte wurde im Zusammenhang mit Flupirtin nicht berichtet, systematische Studien liegen allerdings nicht vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Flupirtin kann abhängig von Behandlungsintervall und Dosis zur Atemdepression beim Neugeborenen und zu Entzugserscheinungen führen. Entzugssymptome können auch verzögert auftreten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Flupirtin gehört aufgrund mangelnder Erfahrungen nicht zu den Analgetika der Wahl in der Schwangerschaft.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Eine Anwendung in der Frühschwangerschaft erfordert keine weitergehende Diagnostik oder den Abbruch einer gewünschten und intakten Schwangerschaft. 

Besser erprobte Alternativen: Als Schmerzmittel sollten Paracetamol, ggf. in Kombination mit Codein oder bis Woche 30 Ibuprofen bevorzugt werden. Bei entsprechender Indikation kann auch mit Tramadol oder Buprenorphin behandelt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 7-11 h; Proteinbindung: hoch; molare Masse: 420; orale Bioverfügbarkeit: 90%; es gibt keine Daten zum Übergang in die Muttermilch.

Klinik: Berichte zur Verträglichkeit beim gestillten Säugling fehlen.

Empfehlung: Einzeldosen erfordern keine Einschränkung des Stillens. Wie bei allen zentral wirkenden Analgetika ist bei Kindern mit Apnoeneigung besondere Vorsicht geboten.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.

Die Beratung ist kostenlos.