Erläuterung zur "Ampel"

Fexofenadin

Produktnamen:
  • Telfast ®
  • und Generika 

Fexofenadin

Erläuterung zur "Ampel"

Fexofenadin

Produktnamen:
  • Telfast ®
  • und Generika 

Fexofenadin ist der wirksame Metabolit des nicht sedierenden Antihistaminikums Terfenadin. Es soll jedoch nicht die unter Terfenadin-Therapie beobachtete Kardiotoxizität haben. Die Wirkung erfolgt über die kompetitive Hemmung der Histamin-Wirkung am H1-Rezeptor.

Indikation: Symptomatische Therapie von allergischen Erkrankungen und chronischer Urtikaria. 

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang:  GERING

1. Trimenon: In 53 Schwangerschaften, in denen Fexofenadin im 1. Trimenon eingenommen wurde, wurden keine Entwicklungsstörungen beim Kind beobachtet.  Als Metabolit des in der Schwangerschaft gut untersuchten Terfenadins erwartet man keine Teratogenität.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Das Auftreten von Entzugssymptomen (z.B. Zittrigkeit) wie bei den älteren Antihistaminika wurde bei den Antihistaminika der 2. Generation nicht beschrieben.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Als Metabolit des Terfenadins ist Fexofenadin akzeptabel. Falls möglich, sind jedoch besser erprobte Antihistaminika vorzuziehen. 

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Loratadin oder Cetirizin. Wenn ein sedierender Effekt gewünscht ist, kann auch Clemastin eingesetzt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 11-15 h; Proteinbindung: 60-70%; molare Masse: 538; relative Dosis: 0,7%; M/P-Quotient: 0,21; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik:  Bisher wurden keine Auffälligkeiten beim gestillten Säugling beobachtet. Bei länger dauernder Therapie mit Antihistaminika können Symptome wie Unruhe oder Sedierung beim gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden.

Empfehlung: Antihistaminika der Wahl sind Loratadin oder Cetirizin. Fexofenadin ist akzeptabel, falls die Mittel der Wahl nicht infrage kommen.

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