Erläuterung zur "Ampel"

Etoricoxib

Produktnamen:
  • Arcoxia ®
  •  

Etoricoxib

Erläuterung zur "Ampel"

Etoricoxib

Produktnamen:
  • Arcoxia ®
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Etoricoxib greift in die Prostaglandinsynthese ein, indem es selektiv das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmt. Somit werden weniger Mediatoren gebildet, die bei Schmerz, Entzündung und Fieber eine Rolle spielen.

Indikation: Symptomatische Behandlung bei Reizzuständen von Arthrose und rheumatoider Arthritis, Spondylitis ankylosans sowie von Schmerzen und Entzündungszeichen bei akuter Gichtarthritis.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Es liegen kaum Daten zur Anwendung von COX-2-Inhibitoren in der Schwangerschaft vor. Wir überblicken in unserer Datenbank mehr als 30 prospektiv erfasste Schwangerschaftsverläufe mit Etoricoxib-Exposition im 1. Trimenon, die keine Hinweise auf Teratogenität erkennen lassen.
In tierexperimentellen Studien an Ratten wurden keine embryotoxischen Schäden bei Dosen, die dem 1,5fachen der täglichen Humandosis entsprechen, gefunden. Bei Kaninchen registrierte der Hersteller jedoch kardiovaskuläre Fehlbildungen unterhalb der humantherapeutischen Dosis.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Aufgrund der prostaglandinantagonistischen Wirkung muss man davon ausgehen, dass die bei den klassischen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Acetylsalicylsäure beschriebenen fetotoxischen Effekte ebenfalls bei COX-2-Inhibitoren auftreten können, auch wenn die bisherigen Daten für eine endgültige Risikobewertung nicht ausreichen. Insbesondere muss mit einem vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus beim Fetus nach Anwendung im letzten Schwangerschaftsdrittel gerechnet werden. Die Empfindlichkeit des Ductus arteriosus wächst mit zunehmendem Gestationsalter.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Etoricoxib ist aufgrund mangelnder Erfahrungen, des allgemeinen Nebenwirkungsspektrums und nicht belegter Vorteile gegenüber klassischen NSAR in der Schwangerschaft zu meiden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach versehentlicher Exposition im 1. Trimenon ergibt sich kein Grund für invasive Diagnostik oder einen Schwangerschaftsabbruch. Zur Bestätigung der normalen Entwicklung des Fetus sollte eine Ultraschallfeindiagnostik durchgeführt werden. Nach wiederholter Einnahme in der Spätschwangerschaft muss der fetale Kreislauf regelmäßig (1- bis 2-mal wöchentlich) sonographisch (Doppler-Sonographie) auf Veränderungen der Hämodynamik im Ductus arteriosus kontrolliert und ein Oligohydramnion ausgeschlossen werden.
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Eine individuelle Beratung können Sie über den Online-Fragebogen anfordern. Sie können uns aber auch anrufen. Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz. Die Beratung ist für Sie kostenlos.

Besser erprobte Alternativen: Als Analgetikum ist Paracetamol vorzuziehen. Für eine antiphlogistische Behandlung sind Ibuprofen oder andere bewährte NSAR zu bevorzugen (cave: Ductus-arteriosus-Verschluss ab 28 Wochen).

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 20–€26 h; Proteinbindung: ca. 92%; molare Masse: 359; orale Bioverfügbarkeit: ca. 100%.

Klinik: Es liegen keine Daten zur Anwendung in der Stillzeit vor. Bei Ratten tritt Etoricoxib in die Milch über. Bei den Jungtieren wurde eine Verringerung des Körpergewichts nach Exposition festgestellt.

Empfehlung: Etoricoxib ist aufgrund der mangelnden Erfahrung in der Stillzeit zu meiden. Einzelne Dosen erfordern jedoch keine Einschränkung des Stillens.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

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Die Beratung ist kostenlos.