Erläuterung zur "Ampel"

Eletriptan

Produktnamen:
  • Relpax ®
  •  

Eletriptan

Erläuterung zur "Ampel"

Eletriptan

Produktnamen:
  • Relpax ®
  •  

Selektiver Agonist an den Serotonin-Rezeptorsubtypen 5-HT1B, 5-HT1D und 5-HT1F u.a. mit konstringierender Wirkung auf die im Migräneanfall dilatierten Gefäße. Ein aktiver Metabolit ist bekannt. Es werden nur Einzeldosen für die akute Therapie verwendet; eine Dauertherapie oder Migräneprophylaxe mit Eletriptan ist nicht indiziert.

Indikation: Akutbehandlung der Kopfschmerzphase bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINER

1. Trimenon: Bei dem gut untersuchen Sumatriptan aus derselben Arzneistoffgruppe haben sich weder Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko noch auf spezifische Fehlbildungsmuster ergeben. Tierversuche mit Eletriptan erbrachten keine Hinweise auf teratogene Wirkungen bei normaler Dosierung.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Es gibt keine Angaben, aber auch keinen Verdacht auf Fetotoxizität oder negative Auswirkungen auf das Neugeborene.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Es sollte auf besser untersuchte Substanzen ausgewichen werden. Ist ein Triptan indiziert, sollte Sumatriptan bevorzugt werden. Zu beachten ist auch, dass sich Migräneleiden während einer Schwangerschaft häufig bessern.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Exposition im ersten Trimenon sollte eine Ultraschallfeindiagnostik durchgeführt werden, um die normale Organentwicklung zu bestätigen.

Besser erprobte Alternativen: Ibuprofen (nur bis zur 30. Schwangerschaftswoche) oder Paracetamol  (ggf. in Kombination mit Coffein und/oder Codein). Bei nicht ausreichender Wirkung kann Sumatriptan verwendet werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 4h, Metabolit 13h; Proteinbindung: 85%; molare Masse: 463; M/P-Quotient: 0,25; gastrointestinale Resorption: mindestens 81%; orale Bioverfügbarkeit: 50%.

Klinik: In einer Studie mit acht Frauen, die eine Einzeldosis von 80 mg erhielten, wurden über 24 Stunden hinweg lediglich 0,02% der Dosis in der Milch gemessen. Der aktive Metabolit wurde nicht bestimmt.  Angaben zu Unverträglichkeiten beim gestillten Kind liegen bisher nicht vor.

Empfehlung: Wirken bei Migräne Ibuprofen oder Paracetamol (ggf. in Kombination mit Coffein und/oder Codein) unzureichend, kann das besser untersuchte Sumatriptan verwendet werden. Therapeutische Einzeldosen von Eletriptan erfordern jedoch zumindest beim Säugling über zwei Monaten keine Einschränkung des Stillens.

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