Wirkstoffe
Auswahlliste
Doxycyclin ist ein bakteriostatisch wirkendes Breitbandantibiotikum aus der Klasse der Tetracycline. Es geht mit Kalziumionen eine stabile Bindung ein.
Indikation: Bakterielle Infektionen, Akne.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH (zu Tetracyclinen insgesamt)
1. Trimenon: In einer Reihe von Studien mit über 1000 ausgewerteten Schwangerschaften ergab sich kein Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko von Tetracyclinen.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Ab dem fünften Schwangerschaftsmonat können sich Tetracycline an Kalziumionen in Zahnanlagen und Knochen anlagern. So wurden gehäuft Gelbverfärbungen der Milchzähne bei Kindern beobachtet, deren Mütter nach der 16. Schwangerschaftswoche Tetracycline eingenommen hatten. Ein vermindertes Knochenwachstum und erhöhte Kariesanfälligkeit wurden ebenfalls beschrieben. Dieses Risiko scheint bei Doxycyclin geringer zu sein als bei den älteren Tetracyclinen.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Doxycyclin ist ab der 16. Schwangerschaftswoche kontraindiziert. Davor ist es ein Reserveantibiotikum und kann bei entsprechender Indikation eingesetzt werden.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine
Besser erprobte Alternativen: Penicilline, Cefalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen.
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 10-23 h; Proteinbindung: >80%; molare Masse: 462; relative Dosis: 4%; M/P-Quotient: 0,3-0,4; orale Bioverfügbarkeit: > 90%. In der Milch wird Doxycylin teilweise durch die Kalziumionen inaktiviert.
Klinik: Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Insbesondere gibt es keine Zahnverfärbungen bei Säuglingen, deren Mütter unter Doxycyclin gestillt haben. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen.
Empfehlung: Penicilline, Cefalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Ansonsten kann unter Doxycyclin gestillt werden.
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