Erläuterung zur "Ampel"

Diphenhydramin

Produktnamen:
  • Arbid ®
  • Betadorm ®
  • Boxocalm S ®
  • Dolestan ®
  • Dorm ®
  • Dormocaps ®
  • Dormotil N ®
  • Emesan ®
  • Halbmond ®
  • Hevertdorm ®
  • Moradorm ®
  • Nervo Opt N ®
  • Roewo Dorm ®
  • Sediat ®
  • Sedopretten ®
  • Vivinox Sleep ®
  •  

Diphenhydramin

Erläuterung zur "Ampel"

Diphenhydramin

Produktnamen:
  • Arbid ®
  • Betadorm ®
  • Boxocalm S ®
  • Dolestan ®
  • Dorm ®
  • Dormocaps ®
  • Dormotil N ®
  • Emesan ®
  • Halbmond ®
  • Hevertdorm ®
  • Moradorm ®
  • Nervo Opt N ®
  • Roewo Dorm ®
  • Sediat ®
  • Sedopretten ®
  • Vivinox Sleep ®
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Diphenhydramin gehört zu den Antihistaminika der ersten Generation und hemmt kompetitiv die Wirkung von Histamin an den H1-Rezeptoren. Zusätzlich besteht eine anticholinerge Wirkung. Aufgrund der ausgeprägten sedierenden Wirkung wird es heute hauptsächlich als Schlafmittel eingesetzt.

Indikation: Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon: Bei den älteren, weit verbreiteten Antihistaminika mit langer Markterfahrung wie Diphenhydramin konnten die ursprünglich diskutierten teratogenen Effekte nicht bestätigt werden. Sie gelten heute als gut verträglich für den Embryo.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Aufgrund einer möglichen kontraktionsfördernden Wirkung am Uterus bei i.v.-Gabe oder in hoher Dosierung sollte Diphenhydramin im 3. Trimenon gemieden werden. Ein Fallbericht beschreibt die Totgeburt eines reifen, organisch gesunden Kindes unmittelbar nach Einnahme von Diphenhydramin in Kombination mit Temazepam. Nach Dauertherapie in der Schwangerschaft wurden bei einem 5 Tage alten Säugling Entzugssymptome wie Zittrigkeit und Diarrhö beobachtet.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Diphenhydramin kann in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln eingesetzt werden. Die Einnahme von Diphenhydramin sollte nicht zusammen mit Benzodiazepinen oder anderen sedierenden Arzneistoffen erfolgen.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Als Antiemetikum: Meclozin, als Antiallergikum: Dimetinden oder falls ein sedierender Effekt nicht gewünscht wird Loratadin.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 4-6 h; Proteinbindung: 78-99%; molare Masse: 255; orale Bioverfügbarkeit: 40-72%.

Klinik: Wie bei allen Antihistaminika kann bei langfristiger Einnahme eine Sedierung beim gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden.

Empfehlung: Einzelgaben von Diphenhydramin sind akzeptabel. Für die antiemetische und antiallergische Therapie sind Meclozin oder Dimetinden zu bevorzugen. Für die antiallergische Therapie ohne sedierenden Effekt sind Loratadin und Cetirizin Mittel der Wahl.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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