Erläuterung zur "Ampel"

Diltiazem

Produktnamen:
  • Dilzem ®
  • und Generika 

Diltiazem

Erläuterung zur "Ampel"

Diltiazem

Produktnamen:
  • Dilzem ®
  • und Generika 

Calciumantagonisten binden an die Calicumkanäle (vom L-Typ) und blockieren den (transmembranen) spannungsabhängigen Calciumeinstrom in die Zelle. Diltiazem ist der bekannteste Vertreter aus der Gruppe der Benzothiazepine, die den Blutdruck durch eine Gefäßerweiterung und negativ inotrope Wirkung senken und wird daher auch als Antiarrhythmikum eingesetzt.

Indikation: Symptomatische Therapie der koronaren Herzkrankheit, chronische Angina pectoris, essentielle Hypertonie, paroxysmale supraventrikuläre Tachykardien.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: Zwei Studien mit etwa 50 prospektiv erfassten Schwangerschaften und Diltiazem-Exposition im 1. Trimenon haben das in einer früheren Studie mit 27 Schwangerschaften diskutierte Fehlbildungsrisiko (u.a. kardiovaskuläre Fehlbildungen) nicht bestätigt.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Diltiazem wurde wie Nifedipin auch als Tokolytikum eingesetzt. In einer Studie mit 23 Schwangeren haben sich im Vergleich zu Nifedipin keine Unterschiede ergeben bezüglich mütterlicher Nebenwirkungen oder Ausgang der Schwangerschaft.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Falls die besser untersuchten Antihypertensiva oder Calicumantagonisten nicht infrage kommen, ist eine Therapie mit Diltiazem akzeptabel.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Anwendung im 1. Trimenon sonographische Feindiagnostik.

Besser erprobte Alternativen: In der Gruppe der Calciumantagonisten Nifedipin und als Antiarrhythmikum Verapamil.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 6 h; Proteinbindung: 70-85%; molare Masse: 451; relative Dosis: 0,8%; M/P-Quotient: 1; orale Bioverfügbarkeit: 80-90%.

Klinik: Es liegen kaum dokumentierte Erfahrungen zur Stillzeit vor.

Empfehlung: Die besser untersuchten Calciumantagonisten Nifedipin (antihypertensive Therapie) oder Verapamil (antiarrhythmische Therapie) sollten bevorzugt werden.

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