Erläuterung zur "Ampel"

Desirudin

Produktnamen:
  • Revasc ®
  •  

Desirudin

Erläuterung zur "Ampel"

Desirudin

Produktnamen:
  • Revasc ®
  •  

Dieses rekombinant hergestellte Hirudin ist ein aus 65 Aminosäuren aufgebautes Polypeptid aus der Klasse der direkten Thrombininhibitoren. Es interagiert sowohl mit freiem als auch mit fibringebundenem Thrombin, hemmt es irreversibel und unterbricht somit die Thrombin-vermittelten Schritte der Gerinnungskaskade.

Indikation: Prophylaxe tiefer Beinvenenthrombosen nach Hüft- oder Kniegelenksersatz

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINER

1. Trimenon: Erfahrungen zum Einsatz in der Frühschwangerschaft fehlen. Allerdings zeigten sich nach Herstellerangaben in tierexperimentellen Studien teratogene Effekte (Spina bifida beim Kaninchen und Omphalozele bei der Ratte).

2.-3. Trimenon / Perinatal: Es liegen keine Erfahrungen vor.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Die Anwendung von Desirudin in der Schwangerschaft sollte nur bei fehlenden Alternativen erfolgen.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Anwendung im 1. Trimenon sollte eine sonographische Feindiagnostik zur Bestätigung der unauffälligen Kindsentwicklung angeboten werden. Vor geplanten operativen Eingriffen bzw. bei Geburtsbeginn sollte Desirudin abgesetzt werden, wenn dies nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung möglich ist.

Besser erprobte Alternativen: unfraktioniertes Heparin, niedermolekulare Heparine; bei Heparin-Unverträglichkeiten Danaparoid oder Fondaparinux

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2–€œ3h; Proteinbindung: <10%; Molekulargewicht: 6963; orale Bioverfügbarkeit: keine.

Klinik: Untersuchungen zum Übertritt der Substanz in die Muttermilch liegen nicht vor. Aufgrund der pharmakokinetischen Daten ist jedoch nicht mit einer nennenswerten oralen Aufnahme durch den Säugling zu rechnen.

Empfehlung: Wenn es indiziert ist und besser untersuchte Arzneimittel nicht infrage kommen, kann Desirudin in der Stillzeit verordnet werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

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Die Beratung ist kostenlos.