Wirkstoffe
Auswahlliste
Cromoglicinsäure ist ein Mastzellenstabilisator. Bei regelmäßiger Anwendung verlieren die Mastzellen die Fähigkeit, das in ihnen gespeicherte Histamin bzw. andere Entzündungsmediatoren freizusetzen. Zur Behandlung von akuten Beschwerden ist es nicht geeignet. Weniger als 7% einer intranasalen Dosis werden systemisch resorbiert, weniger als 10% einer inhalativen und ungefähr 1% einer oralen Dosis.
Indikation: Prophylaxe von allergischen Erkrankungen, allergischem Asthma bronchiale (topische Anwendung) und Nahrungsmittelallergien (orale Gabe).
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH
1. Trimenon: Zahlreiche Frauen mit Asthma bronchiale wurden durchgehend in der Schwangerschaft mit Cromoglicinsäure behandelt und hierbei wurden keine teratogenen oder entwicklungstoxischen Effekte beobachtet. Eine Studie konnte bei 191 im 1. Trimenon behandelten Frauen kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nachweisen. In 2 anderen Studien mit etwa 480 Schwangeren wurden ebenfalls keine Auffälligkeiten bei den Kindern gefunden.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Nach durchgehender Einnahme von Cromoglicinsäure in der Schwangerschaft wurden keine entwicklungstoxischen Effekte beschrieben.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Cromoglicinsäure gehört zu den Mitteln der Wahl in der Schwangerschaft.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine
Besser erprobte Alternativen: keine
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 1,4 h; Proteinbindung: 63-76%; molare Masse: 512; orale Bioverfügbarkeit: 1%.
Klinik: Es gibt keine Daten zum Übergang in die Muttermilch. Aufgrund der geringen Resorptionsquoten und der kurzen Halbwertszeit spielt der Übergang in die Muttermilch praktisch keine Rolle.
Empfehlung: Cromoglicinsäure kann in der Stillzeit eingesetzt werden.
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