Erläuterung zur "Ampel"

Bivalirudin

Produktnamen:
  • Angiox ®
  •  

Bivalirudin

Erläuterung zur "Ampel"

Bivalirudin

Produktnamen:
  • Angiox ®
  •  

Bivalirudin, ein Hirudin-Analogon, ist ein direkter und spezifischer Thrombininhibitor. Er bindet reversibel an Thrombin unabhängig davon, ob es frei im Blutplasma zirkuliert oder an Fibrin gebunden vorliegt. Bivalirudin führt innerhalb von Minuten zu einer messbaren Antikoagulation.

Indikation: Akutes Koronarsyndrom (Anwendung zusammen mit Acetylsalicylsäure und Clopidogrel); Patienten, die sich einer perkutanen Koronarintervention unterziehen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINER

1. Trimenon: Es existieren keine Daten für die Anwendung von Bivalirudin während der Frühschwangerschaft.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Berichte über die Anwendung von Bivalirudin im späteren Verlauf der Schwangerschaft liegen ebenfalls nicht vor.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Bivalirudin sollte nur angewendet werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Anwendung im 1. Trimenon sollte eine sonographische Feindiagnositk zur Bestätigung der normalen Entwicklung des Kindes durchgeführt werden. Vor geplanten operativen Eingriffen bzw. bei Geburtsbeginn sollte Bivalirudin abgesetzt werden, wenn dies nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung möglich ist.

Besser erprobte Alternativen: unfraktioniertes Heparin, Enoxaparin.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 25 min; Proteinbindung: keine (ausgenommen Thrombin); Molekulargewicht: 2180; orale Bioverfügbarkeit: vermutlich keine.

Klinik: Es ist nicht bekannt, ob Bivalirudin in die Muttermilch übergeht; eine nennenswerte orale Aufnahme durch den gestillten Säugling erscheint jedoch aufgrund der pharmakokinetischen Daten unwahrscheinlich.

Empfehlung: Wenn es zwingend indiziert ist, kann Bivalirudin in der Stillzeit angewendet werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.

Die Beratung ist kostenlos.