Erläuterung zur "Ampel"

Baldrian

Produktnamen:
  • Baldriparan ®
  • Baldrivit ®
  • Sedonium ®
  • und andere

Baldrian

Erläuterung zur "Ampel"

Baldrian

Produktnamen:
  • Baldriparan ®
  • Baldrivit ®
  • Sedonium ®
  • und andere

Baldrianwurzel-Zubereitungen (Valeriana officinalis) werden wegen ihrer sedierenden Wirkung schon lange als Arzneimittel eingesetzt. Unklar ist, welchem der Inhaltstoffe diese Wirkung zugeschrieben werden kann.

Indikation: Unruhezustände, nervös bedingte Einschlafstörungen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: Baldrian hat lange Markterfahrung, wird auch in der Schwangerschaft nicht selten angewendet und hat sich bisher nicht als bedenklich erwiesen. Eine Studie mit Daten des schwedischen Geburtsregisters analysierte den Schwangerschaftsverlauf von 787 Frauen, die pflanzliche Arzneimittel im 1. Trimenon eingenommen hatten. Bei den 98 Schwangeren mit Baldrian-Therapie (86 in Monotherapie) fanden sich keine Hinweise auf teratogene Effekte. Selbst nach Einnahme von suizidalen Mengen in der Frühschwangerschaft zeigten sich bei zwei exponierten Kindern weder Fehlbildungen noch Spätschäden. 

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bisher liegen keine Hinweise auf fetotoxische Effekte vor, systematische Untersuchungen fehlen jedoch. 

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Die Anwendung von Baldrian in der Schwangerschaft ist akzeptabel. Auf nichtalkoholische Zubereitungen ist zu achten.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Als Arzneistoffe zur kurzfristigen Therapie von Schlafstörungen kommen in erster Linie Diphenhydramin und Doxylamin infrage.

Stillzeit

Pharmakokinetik: Es liegen keine Daten zum Übergang von Baldrian-Extrakten in die Muttermilch vor. 

Klinik: Unverträglichkeiten beim gestillten Kind wurden bisher nicht berichtet.

Empfehlung: Nichtalkoholische Zubereitungen sind akzeptabel. 

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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Die Beratung ist kostenlos.