Erläuterung zur "Ampel"

Baclofen

Produktnamen:
  • Baclofen ®
  • Lebic ®
  • Lioresal ®
  •  

Baclofen

Erläuterung zur "Ampel"

Baclofen

Produktnamen:
  • Baclofen ®
  • Lebic ®
  • Lioresal ®
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Baclofen ist ein Derivat der Gamma-Aminobuttersäure und ein spezifischer Agonist an GABA-Rezeptoren.

Indikation: Spastizität der Skelettmuskulatur bei Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen oder –€œverletzungen, Spastizität zerebralen Ursprungs.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Es liegen nur Einzelfallberichte zur Anwendung von Baclofen in der Schwangerschaft vor. Hinweise auf  Teratogenität gibt es bisher nicht.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Zur oralen Baclofen-Therapie während der gesamten Schwangerschaft, für die wesentlich höhere Dosen benötigt werden als bei intrathekaler Anwendung, gibt es zwei Kasuistiken. Beide Neugeborenen wiesen eine Entzugssymtomatik auf, die sich in einem Fall in Krampfanfällen manifestierte. Beim anderen Neugeborenen wurden Übererregbarkeit und Atembeschwerden kurz nach der Geburt beschrieben.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Myotonolytika sind in der Schwangerschaft Ausnahmesituationen vorbehalten.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Eine Exposition mit Baclofen rechtfertigt weder einen Schwangerschaftsabbruch noch invasive Diagnostik. Zur Bestätigung der normalen Organentwicklung des Feten kann eine Ultraschall-Feindiagnostik durchgeführt werden.

Besser erprobte Alternativen: Physiotherapeutische Maßnahmen und Antiphlogistika/ Antirheumatika sind der Anwendung von Baclofen vorzuziehen. Kurzzeitig kann die spannungslösende Wirkung des besser untersuchten Diazepam  genutzt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 3-4 h; Proteinbindung: 30%; molare Masse: 214; relative Dosis: 1,2%; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik: Es gibt keine Erfahrungen über die Verträglichkeit einer Dauertherapie für den gestillten Säugling.

Empfehlung: Die Indikation für den Einsatz eines Myotonolytikums sollte in der Stillzeit sehr kritisch geprüft werden. Physiotherapeutische Maßnahmen und Antiphlogisika/ Antirheumatika sind vorzuziehen. Kurzzeitig kann im Einzelfall die spannungslösende Wirkung niedriger Dosen des besser untersuchten Diazepam genutzt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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