Wirkstoffe

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Erläuterung zur "Ampel"

Stand: 06/2008

Azelastin

Produktnamen:
  • Allergodil ®
  • Vividrin Akut Azela ®
  • Loxin ®
  •  

Azelastin ist ein nicht-sedierendes Antihistaminikum der 2. Generation. Antihistaminika hemmen die Wirkung von Histamin am H1-Rezeptor kompetitiv. Zusätzlich soll Azelastin als Mastzellstabilisator wirken. Azelastin wird meistens topisch in Form von Augen- oder Nasentropfen verwendet, steht jedoch auch in oraler Form zur Verfügung. Bei nasaler Applikation werden etwa 40% der applizierten Dosis systemisch wirksam, dies sind weniger als 3% einer oralen therapeutischen Dosis.

Indikation: Symptomatische Behandlung der allergischen Rhinitis und Konjunktivitis.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang:  GERING

1. Trimenon: Zur Anwendung von Azelastin im 1. Trimenon liegen keine publizierten Studien vor. Hinweise auf eine teratogene Wirkung sind bisher nicht bekannt geworden.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Dokumentierte Erfahrungen zu Azelastin in der Perinatalzeit liegen nicht vor, Auffälligkeiten nach der Geburt wurden nicht beschrieben. Nach langdauernder Anwendung bis zur Entbindung sind bei einigen älteren Antihistaminika in Einzelfällen Anpassungsstörungen des Neugeborenen nach der Geburt aufgetreten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Falls möglich, sollten besser untersuchte Antihistaminika vorgezogen werden. Eine topische Anwendung von Azelastin ist möglich.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Zur topischen Anwendung eignet sich Cromoglicinsäure oder ein nasales Glucocorticoid wie z.B. Budesonid. Sollte eine systemische Therapie mit einem Antihistaminikum erforderlich sein, sollten gut erprobte und bewährte Medikamente wie Loratatin oder Cetirizin vorgezogen werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 20 h, Metabolite: 50 h; Proteinbindung: 88%; molare Masse: 418; orale Bioverfügbarkeit: 80-100%.

Klinik: Wie bei allen Antihistaminika kann bei länger dauernder Anwendung eine Sedierung bei dem gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden. Daten zum Übergang in die Muttermilch liegen nicht vor.

Empfehlung: Die lokale Anwendung von Azelastin scheint in der Stillzeit akzeptabel zu sein. Cromoglicinsäure oder ein corticoidhaltiges Nasenspray z.B. mit Budesonid stellen Alternativen dar. Bei einer systemischen Anwendung sollten Loratadin oder Cetirizin vorgezogen werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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