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Die Auswirkungen einer Schwangerschaft auf den Krankheitsverlauf sind unterschiedlich: Es kann eine Verbesserung der Symptomatik (>20%) oder eine Verschlechterung (~ 30%) eintreten oder sich am Schweregrad nichts ändern.
Asthma bronchiale muss auch bei Schwangeren ausreichend therapiert werden, um neben dem Wohlergehen der Mutter eine ausreichende Oxygenierung im fetoplazentaren Bereich zu gewährleisten. Schweres, unzureichend therapiertes Asthma ist mit einem höheren Risiko für Frühgeburtlichkeit, intrauterine Wachstumsverzögerung und Präeklampsie assoziiert.
Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft
Die Therapie in der Schwangerschaft orientiert sich an dem aktuellen, vom Schweregrad der Erkrankung abhängigen Stufenplan der Asthmatherapie.
Schweregrad 1: Bei leichter intermittierender Symptomatik, wenn Symptome seltener als ein- oder zweimal pro Woche auftreten, wird ein inhalierbares, kurzwirksames β2-Sympathomimetikum, wie z.B. Salbutamol bei Bedarf eingenommen.
Schweregrad 2: Persistierendes, aber leichtes Asthma, definiert durch gelegentliche nächtliche Symptome oder Symptome tagsüber, die aber noch nicht täglich auftreten, wird mit einem Basistherapeutikum behandelt. Dies ist in der Regel ein inhalatives Corticoid wie Budesonid oder bei allergischem Asthma Cromoglicinsäure. Bedarfsweise kann ein inhalierbares, kurzwirksames β2-Sympathomimetikum dazu genommen werden.
Schweregrad 3: Persistierendes mittelgradiges Asthma mit täglichen Beschwerden und nächtlichen Symptomen einmal pro Woche und häufiger sollte mit einem langwirksames β2-Sympathomimetikum, am ehesten mit Formoterol zusätzlich zum inhalativen Corticoid (ggf. Dosissteigerung gegenüber Schweregrad 2!) therapiert werden. Bedarfsweise kann wieder ein kurzwirksames β2-Sympathomimetikum eingenommen werden. Sollte das nicht ausreichen, kommen auch Theophyllin und/oder Anticholinergika, (Ipratropiumbromid) in Frage. Außerhalb der Schwangerschaft wird auch der Leukotrien-Rezeptorantagonisten Montelukast eingesetzt, der während Schwangerschaft möglichst gemieden werden sollte.
Schweregrad 4: Persistierend schweres Asthma mit ständigen Symptomen wird mit oralen Glucocorticoiden (z.B. Prednisolon) therapiert oder mit einer Kombination aus drei oder mehr Substanzen aus Stufe 3; selten sind orale Glucocorticoide in Kombination mit mehreren anderen Substanzen erforderlich.
Mittel der Wahl
Für leichtes Asthma und als Bedarfsmedikament ist Salbutamol Mittel der Wahl. Cromoglicinsäure oder Budesonid sind in der Schwangerschaft die Basistherapeutika der ersten Wahl. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass andere inhalierbare Glucocorticoide den Embryo oder Fetus schädigen. Als langwirksames β2-Sympathomimetikum sollte Formoterol benutzt werden. Theophyllin kann, wenn nötig, auch in der Schwangerschaft verordnet werden. Sollte ein systemisches Glucocorticoid notwendig sein, sollte aufgrund des geringen plazentaren Übergangs Prednisolon gewählt werden.
Hinweis
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