Erläuterung zur "Ampel"

Articain

Produktnamen:
  • Ubistesin ®
  • Ultracain ®

Articain

Erläuterung zur "Ampel"

Articain

Produktnamen:
  • Ubistesin ®
  • Ultracain ®

Articain ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamidtyp, welches die Reizleitung an den Nervenfasern durch die Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle hemmt. Zur Wirkungsverlängerung kann Epinephrin (Adrenalin) als gefäßverengendes Mittel zugesetzt werden. Aufgrund der guten Knochengängigkeit wird Articain häufig in der Zahnheilkunde eingesetzt. Articain passiert zu einem geringeren Ausmaß als andere Lokalanästhetika die Plazentaschranke. Im Serum von Neugeborenen wird ca. ein Drittel der mütterlichen Konzentration erreicht.

Indikation: Infiltrations- und Leitungsanästhesie bei chirurgischen und zahnmedizinischen Eingriffen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH (für Lokalanästhetika allgemein)

1. Trimenon: Hinweise über eine Erhöhung des Fehlbildungsrisikos durch Articain liegen nicht vor.
In tierexperimentellen Studien an Ratten und Kaninchen mit Dosierungen, die dem 10fachen der empfohlenen menschlichen Dosis entsprechen, wurde ebenfalls kein Anstieg der Fehlbildungsrate beobachtet.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Die Anwendung von Articain in der Zahnheilkunde geht nicht mit negativen Auswirkungen auf das Kind einher. Die Erfahrungen in der Geburtshilfe sind geringer aber auch überwiegend unproblematisch für Mutter und Kind.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Articain kann indikationsgerecht, auch mit Zusatz von Adrenalin, in der Schwangerschaft angewendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: in der Geburtshilfe: z.B. Bupivacain, in der Zahnheilkunde: keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 25 min bei intraoraler Applikation, 40 min bei i.m.-Injektion;
Proteinbindung: 95%; molare Masse: 284.

Klinik: Es liegen keine systematischen Untersuchungen zur Anwendung von Articain in der Stillzeit vor. Aufgrund der pharmakokinetischen Daten ist jedoch nicht mit einer nennenswerten oralen Aufnahme durch den Säugling zu rechnen.

Empfehlung: In der Stillzeit kann Articain, auch unter Zusatz von Adrenalin, indikationsgerecht angewendet werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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