Wirkstoffe
Auswahlliste
Indikation: Schizophrenie, mäßige bis schwere manische Phasen bei bipolaren Störungen, Vorbeugung manischer Episoden.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: NIEDRIG
1. Trimenon: Nur Einzelfallberichte vorliegend, die bisher keine spezifische Teratogenität erkennen lassen, aber unzureichend für differenzierte Risikobewertung sind. Tierexperimentell bei Ratten Zwerchfellhernien und bei Kaninchen kleinere Skelettanomalien.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Unzureichende Datenlage. Wie bei anderen Neuroleptika muss mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen, sehr selten auch mit Krampfanfällen, gerechnet werden.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Wegen Hinweisen auf Teratogenität im Tierexperiment bei Neueinstellung besser erprobte Neuroleptika vorziehen. Im Falle einer zwingend erforderlichen Behandlung in der Frühgravidität ist kein Therapiewechsel indiziert.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Sonographische Feindiagnostik zur Bestätigung einer unauffälligen fetalen Entwicklung, kein Schwangerschaftsabbruch aufgrund eines Medikamentenrisikos. Im Übrigen sorgfältige Schwangerschaftsüberwachung und engmaschige psychiatrische Kontakte, um rechtzeitig Krisen bei der Mutter und Entwicklungskomplikationen beim Feten (Frühgeburtsbestrebungen, Wachstumsretardierung) begegnen zu können. In den Tagen nach Geburt auf Anpassungsstörungen beim Kind achten.
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um individuell das Risiko abzuschätzen und das weitere Vorgehen zu besprechen! Eine individuelle Beratung können Sie über den Online-Fragebogen anfordern. Sie können uns aber auch anrufen. Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz. Die Beratung ist für Sie kostenlos.]
Besser erprobte Alternativen: Risperidon, Quetiapin, erprobte Phenothiazin-Neuroleptika.
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 75-146 h; Proteinbindung: 99%; molare Masse: 448; orale Bioverfügbarkeit: 87%. Unzureichende Datenlage zum Übergang in die Muttermilch.
Klinik: Unzureichende Datenlage.
Empfehlung: Stillen bei Monotherapie und guter Beobachtung des Kindes unter Vorbehalt akzeptabel.
Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell
Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.
Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.
Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.
Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.
Die Beratung ist kostenlos.

